Die helle und die dunkle Seite der Leidenschaft

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:: Frühstück

Etymologisch gibt es den Begriff Frühstück seit dem 15. Jahrhundert und bedeutete ursprünglich das am frühen Morgen gegessene Stück Brot. Mit dem Frühstück am Morgen wird das nächtliche Fasten (drum nennen es die Engländer breakfast) beendet. Während das Führstück also als erste, morgendliche Mahlzeit kulturergreifend ist, unterscheiden sich Gestaltung, Zeitpunkt, Dauer und besonders Umfang und Nahrungsbestandteile des Frühstücks in den verschiedenen Kulturen erheblich.

Wer und wann das Müsli wirklich kreierte, hat niemand aufgeschrieben. Der Schweizer Arzt Dr. Maximilian Bircher-Benner rührte aber zumindest kräftig die Werbetrommel für seine Erfindung. Er mixte ein neues Frühstück für Magen- und andere Patienten, das er bei einfachen Hirten entdeckt hatte: Das Müsli. Man konnte Müsli früher nur in speziellen Geschäften kaufen und rechnete es zur Krankenkost. Mittlerweile sind Müslis in die Bundesliga aufgestiegen und das trendige Frühstück schlechthin, das mittlerweile rund um die Welt des Morgens seinen Weg in die hungrigen Mägen findet. ...mehr im Buch


:: Suppen

Bereits vor 9500 Jahren hat sich der Mensch wohl seine erste Suppe gekocht. Die bestand meist aus gemahlener Gerste, Weizen, Hafer, Hirse und anderen pflanzlichen Rohstoffen. Erst viel später kam Fleisch dazu und sie wurde sättigende Mahlzeit. Suppen sind in allen Kulturen hoch geschätzt und überall zuhause. So fanden Archäologen im Grab eines reichen Ägypters neben den üblichen wertvollen Beigaben aus Gold und Silber für die Reise ins Jenseits auch eine Schale mit den Resten einer Gerstensuppe und einen Löffel dazu.

Der Suppe konnten sich auch die Griechen nicht entziehen. Sie bereiteten eine Art Eintopf aus zerstampftem Vollkorn mit Einlagen aus Erbsen, Linsen und Gemüse. ...mehr im Buch


:: Liebestolle Liebesknolle

Die katholische Kirche sah in der Kartoffel anfangs eine Frucht der Sünde und des Teufels. Sie steht nicht in der Bibel, gehört als Nachtschattengewächsz ur gleichen Familie wie das Hexenkraut, wächst unter der Erde und ihr Genuss mache ... sexuell höllisch erregend. Und Klöße/Knödel gelten als Inbegriff der verführerischen Nahrung, der keiner widerstehen kann. Schließlich hatte Gott den Menschen aus einem Erdenkloß geformt und viele große Männer, Könige und Fürsten und sogar ein Papst, mussten deshalb der Kartoffel erst den Weg bereiten.

Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die Kartoffel dann die gesamte Landwirtschaft Deutschlands und anderer europäischer Länder zu beeinflussen und führte zu einschneidenden Veränderungen der Essgewohnheiten. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts hatte ihr Anbau so an Bedeutung gewonnen, dass eine Missernte in großen Teilen Europas zu Hungersnöten geführt hätte. Heute wird die Kartoffelmit 5.000 kultivierten Sorten in 130 Ländern der Erde angebaut und steht hinter Reis und Weizen an dritter Stelle der am meisten produzierten Nahrungsmittel. ...mehr im Buch

:: Rohköstliches

Ein Hit der pflanzlichen Nahrung ist der klassische Salat, von Kopf- bis Eisberg-, von Feld- bis Batavia. Die Mutter unserer Salate ist vermutlich der wilde Zaunlattich, der vor ca. 6500 Jahren in den Gebieten Westasien bis Nordindien kultiviert wurde, wahrscheinlich wegen des ölhaltigen Samens. Schriftliche Aufzeichnungen sind von den Persern um 600 v. Chr. bekannt, Griechen und Römer schätzten den Salat als Gemüse, aber auch als Heilpflanze. Auch sagt man dem Kopfsalat eine aphrodisierende Wirkung nach, in welcher Dosierung ist allerdings nicht bekannt. In einigen Gegenden Südeuropas wird z. B. Rucola heute nach wie vor als Potenzmittel verwendet, es bleibt aber zu vermuten, dass hier der Wunsch die Mutter des Erfolgs ist. Oder ist das der Grund, warum Italiener so gerne Rucola verspeisen?

Und da sind wir schon am Punkt. Als Aphrodisiakum gelten Wirkstoffe, die das Lustgefühl erwecken oder verstärken. Analysiert man die Inhaltsstoffe unserer Lebensmittel, kann man fast jedem eine stimulierende, beruhigende, enthemmende, erregende oder aufputschende Wirkung zuschreiben, auch wenn wir es meistens nicht merken. Vieles, was die Libido erwecken soll, ist im Reich der Wünsche und Hoffnungen anzusiedeln, aber natürlich gibt es Stoffe, die tatsächlich die Lust fördern und auf Körper und Psyche wirken. ...mehr im Buch

:: Süßer Hochgenuss

Richtige Schleckermäulchen waren da schon die alten Römer. Sehr beliebt war bei ihnen das Garum, eine Soße aus an der Sonne vergorenem Fisch, die fast für alles verwendete wurde, einschließlich der Süßspeisen. Erstaunlicherweise schmeckte sie aber nicht nach Fisch, sondern verstäkte lediglich den Eigengeschmack der Lebensmittel. Heißgeliebt bei den römischen Kaisern und dem Adel war bereits die kühle Herrlichkeit von Eis und Sorbets. Dazu ließen sie von Schnellläufern Schnee und Eis aus dem Apennin holen, um mit einer Sorbet ähnlichen Süßspeise, der Honig, Rosenwasser und Früchte Geschmack gaben, ein gutes Mahl zu beenden.

Auch erfolgreiche Feldherrn wie zum Beispiel Alexander der Große erfreuten sich nach heißem Kampf beim genüsslichen Schlecken des herrlich Kühls, erzählt die Geschichte. Und Hippokrates verschrieb in der Antike Geforenes als Medizin, da es die Körpersäfte belebt und das Wohlbefinden hebt... ...mehr im Buch



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